Fauna & Flora

Auf den flachgründigen steinigen Böden der Randenhochflächen und der Randenhänge
sind viele naturnahe Lebensräume bis heute erhalten geblieben. Entsprechend reich-
haltig sind Flora und Fauna. Viele Arten, die im schweizerischen Mittelland gefährdet
oder bereits ausgestorben sind, sind im Randen noch verhältnismässig weit verbreitet.

Unter anderem konnten 70 Tagfalterarten, 160 Wildbienenarten und 30 Heuschrecken-
arten nachgewiesen werden.

Bemerkenswert sind auch die Brutnachweise der Heidelerche.

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Die ausgedehnten Wälder beherbergen einen sehr guten Wildbestand. Unter dem jagdbaren Wild sind Reh, Schwarzwild, Feldhase, Fuchs und Dachs gut vertreten. Vereinzelt kommt auch die Gämse vor.

Einzigartig ist die grosse Vielfalt an Blütenpflanzen. Neben wärmeliebenden und trocken-
heitsresistenten Arten aus dem Mittelmeerraum und den Steppengebieten Osteuropas kommen im Randen Arten aus den Alpen und der Atlantikregion vor. Im Randengebiet konnten 33 Orchideenarten nachgewiesen werden. Das ist mehr als die Hälfte der in der Schweiz vorkommenden Arten.

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Besonders wertvolle Lebensräume sind die grossflächigen Halbtrockenrasen. Hier finden
sich über 60 Pflanzenarten pro Are, darunter grosse Bestände an Knabenkräutern (v.a. Orchis morio, Orchis militaris, Orchis pallens und Anacamptis pyramidalis) sowie vier verschiedene Ragwurzarten (Ophrys apifera, Ophrys insectifera, Ophrys holosericea
und Ophrys araneola).

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An Hecken, gut besonnten Waldrändern und vor allem im Bereich von Lesesteinhaufen,
die im Randengebiet geschützt sind, lebt die Schlingnatter (Coronella austriaca), eine harmlose kleine Schlange, die sich von Eidechsen und Blindschleichen ernährt.

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Ebenfalls sehr artenreich sind die lichten Wälder auf trockenen Standorten. Unter anderem kommen hier der seltene Diptam (Dictamus albus), Enziane (Gentianella germanica, Gentianella ciliata und Gentiana lutea) und der Frauenschuh (Cypripedium calceolus) vor.

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Verschiedene Schmetterlinge leben im Übergangsbereich von Wiesenbiotopen und
lichten Wäldern, so zum Beispiel der Blauschwarze Eisvogel (Limenitis reducta) und
das Goldrandwidderchen (Zygaena fausta). Wichtig für diese Arten sind aufgelockerte Waldränder.

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