Heidelerche

PROJEKTE - Heidelerche (1997 bis 2005)

Haben sie gewusst, dass auf dem Merishauser Randen neben der Fülle an besonderen Blumen- und Insektenarten auch eine vogelkundliche Rarität vorkommt? Die Heidelerche,
ein knapp 30 g schwerer, unscheinbar braun gefärbter Vogel, kommt in der Schweiz nur im Wallis und im Jura vor und ist stark gefährdet. Im östlichen Jura gibt es sogar nur noch ein Gebiet mit Vorkommen - die Randenhochflächen von Merishausen, Hemmental und Siblingen.

Wegen ihrer unscheinbaren Färbung ist die Heidelerche schwierig von Auge zu entdecken. Umso auffälliger ist aber ihr Gesang, der zu unseren schönsten heimischen Vogelgesängen gehört. Insbesondere im März und April ist er zu hören, sei es im flatternden Singflug am Himmel oder seltener auch von einer Baumspitze aus.

 

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Als Lebensraum braucht die Heidelerche genügend Flächen mit niedrigwüchsiger, lückiger Vegetation in Form von Magerwiesen, unbefestigten Flurwegen oder Ackerbrachen, wo
sie ihr Bodennest baut und ihre Nahrung findet. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft wurden solche Flächen im Verlaufe der letzten 20 Jahre immer seltener und ihr Bestand
ging auch auf dem Randen stetig zurück.

Seit 1997 versucht die KURA mit Bewirtschaftungsverträgen für Buntbrachen - das
sind ungenutzte Flächen auf Ackerland die mit Ackerwildkräutern eingesät werden -
den Lebensraum der Heidelerche wieder zu verbessern. Mit Hilfe der Landwirte konnten
bis Ende 2002 über 3 Hektaren Buntbrachen, verteilt auf 14 Flächen angelegt werden.
Im Jahr 2003 sollen weitere Flächen dazukommen. Seit Projektbeginn hat der Bestand
der Heidelerche wieder auf rund 10 Reviere zugenommen und auch andere bedrohte Vogelarten wie der Baumpieper oder die Goldammer profitieren von den Buntbrachen.
Aber nicht nur für Vögel haben die Buntbrachen positive Auswirkungen, auch das Wild
sowie unzählige Schmetterlinge, Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen nutzen das Blütenangebot der Buntbrachen. Und nicht zuletzt sind die Buntbrachen auch eine
optische Bereicherung für die Landschaft und werten den Randen als Erholungsraum
für den Menschen weiter auf.

Falls Sie sich im Detail für das Heidelerchenprojekt interessieren, können Sie unter www.orniplan.ch jeweils den aktuellen Jahresbericht als pdf-file herunterladen.